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facebook-Gruppen verwenden leicht gemacht

Gruppen in facebook sind nützliche Werkzeuge, wenn es darum geht, Kommunikation nur mit einem begrenzten Kreis von Mitgliedern zu betreiben. Mit ein wenig Hintergrundwissen lassen sich Gruppen effektiv einsetzen, um beispielsweise Termine abzusprechen oder über inhaltliche Themen zu diskutieren.

Bei alldem darf eines nicht vergessen werden: facebook-Gruppen, egal wie „geschlossen“ oder „geheim“ sie auch sein mögen, sind nach wie vor ein Teil des US-Netzwerks facebook. Alles (!), was in Gruppen geschrieben wird, ist für facebook sichtbar, wird auf Servern in den USA gespeichert und ist ziemlich weit davon entfernt, privat oder geheim zu sein (vgl. „NSA-Affäre“).

Das Erstellen einer neuen Gruppe in facebook

Auf ihrem Newsfeed (wenn sie auf „facebook“ links oben klicken bzw. auf das weiße „f“, falls sie das neue Design haben) gibt es am linken Rand einen Bereich für Gruppen. Dort findet sich auch „Gruppe gründen“.

Dort draufgeklickt, landen Sie im Erstellungsmenü für Gruppen. Hier kann der Gruppenname festgelegt werden, es können Mitglieder hinzugefügt werden. Daneben ist es möglich, die „Sichtbarkeit“ oder Art der Gruppe zu bestimmen. Zur Wahl stehen „offen“ (jeder fb-Nutzer kann die Gruppe, deren Mitglieder und die Inhalte sehen), „geschlossen“ (jeder fb-Nutzer kann die Gruppe und die Mitglieder sehen, aber keine Inhalte) und „geheim“ (hier ist selbst die Gruppe nur für Mitglieder der Gruppe sichtbar. Bitte nicht mit „privat“ verwechseln! Sowas gibt’s bei fb nicht.).

Hier die offiziellen Infos zur Privatsphäre bei Gruppen in facebook. Hierbei muss beachtet werden, dass 250 Mitglieder quasi den Rubikon einer fb-gruppe darstellen. Sind diese 250 Mitglieder überschritten, darf die die Privatsphäre-Einstellung einer Gruppe nur noch verschärft, aber nicht mehr gelockert werden! Klingt verwirrend? Hier die offiziellen Infos dazu.

Konfiguration einer facebook-Gruppe

Haben Sie sich für einen Namen, ein paar Mitglieder und die Art ihrer Gruppe entschieden, geht’s ans Konfigurieren (Bild über diesem Abschnitt). Folgende Dinge können Sie hier einstellen:

  1. Ordnen Sie Ihrer Gruppe ein passendes Symbol zu, facebook stellt hierzu eine ganze Reihe zu Verfügung. Daneben können Sie hier bei Bedarf den Namen der Gruppe ändern.
  2. Passen Sie die Privatsphäre-Einstellungen Ihrer Gruppe an. Lesen Sie dazu bitte die Hinweise über dem Bild! Ab einer bestimmten Gruppengröße lässt sich die Privatsphäre nämlich nur noch eingeschränkt bearbeiten.
  3. WICHTIGER PUNKT: Legen Sie fest, wie das Hinzufügen neuer Mitglieder vonstatten gehen soll. Entweder darf jedes Mitglied (!) der Gruppe einfach neue Mitglieder hinzufügen, oder Sie als Gruppenadmin müssen dies erst genehmigen. Aus Sicherheitsgründen kann die zweite Variante sinnvoll sein, auch wenn sie ggf. mehr Arbeit für den Admin bedeutet.
  4. Richten Sie eine URL und eine E-Mailadresse für ihre Gruppe ein. Bild dazu folgt weiter unten. Dies sind keine notwendigen Funktionen, sie können das Benutzen der Gruppen aber unter Umständen erleichtern. Mehr dazu folgt weiter unten.
  5. Beschreiben Sie Ihre Gruppe. So richtig mit Text.
  6. Vergeben Sie Schlagworte („Tags“), die Ihre Gruppe inhaltlich beschreiben. Nützlich, wenn andere Personen Ihre Gruppe über die Suche in facebook finden können sollen. Eher unsinnig bei ohnehin geheimen Gruppen.
  7. WICHTIGER PUNKT: Legen Sie fest, wer in Ihrer Gruppe etwas veröffentlichen darf. Entweder darf das jedes Mitglied, oder nur der Admin bzw. die Admins (ja, es kann hiervor mehrere geben).
  8. WICHTIGER PUNKT: Legen Sie hier fest, ob Beiträge von Gruppenmitglieder vor der Sichtbarmachung erst von einem Admin der Gruppe bestätigt werden müssen. Sinnvoll, wenn man es mit Gruppenmitgliedern zu tun hat, die ein problematisches Posting-Verhalten an den Tag legen.

So, Sie haben nun eine Gruppe. Glückwunsch!

Der Feed einer (in diesem Fall geheimen) Gruppe.

Der „Feed“ einer Gruppen (also die Gesamtheit der Beiträge in dieser Gruppe) unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht allzu sehr von der persönlichen Chronik oder einer „Seite“. Die Unterschiede liegen denn auch eher im Detail.

  1. Oberhalb der Inhalte werden in einer Gruppe immer die Profilbilder ihrer Mitglieder angezeigt. Auch das Hochladen eines eigenen, individuelle Titelbildes ist hier möglich. Im Beispiel habe ich die Profilbilder unkenntlich gemacht. Das ist kein total abgefahrener facebook-Special-Effect, sondern GIMP 🙂
  2. Gruppen bieten einige Möglichkeiten, bestimmte Inhaltstypen innerhalb der Gruppe zu erstellen. Erwähnenswert sind hier Veranstaltungen und Dateien, natürlich kann auch die Liste der Mitglieder eingesehen werden. Bei Dateien ist die maximale Größe pro Datei auf 25 MB festgelegt. Bei allen Dingen, die direkt zu facebook hochgeladen werden (im Gegensatz zum „Einbetten“ von z.B. youtube-Videos), sollte berücksichtigt werden, dass fb unter Umständen diese Inhalte für Werbung verwenden darf.
  3. In Gruppen (und nur dort) können derzeit „Fragen“ an die Mitglieder gestellt werden. Details dazu folgen weiter unten. Daneben können auch Dateien als normale Postings bereitgestellt werden. Hier ist auch das Einbauen von Links zu „DropBox“ möglich.
  4. Der Infokasten verrät, worum es in der Gruppe geht und ermöglicht das Hinzufügen neuer Mitglieder.
  5. Genau wie auf „Seiten“ wird unter jedem Beitrag angezeigt, wieviele Gruppenmitglieder diesen gesehen haben.
  6. Normalerweise werden Sie über jede Interaktion mit einem Gruppenbeitrag informiert. Das kann schnell ziemlich nerven. Daher ist es möglich, die Benachrichtigungen für jeden Beitrag in einer Gruppe individuell abzuschalten. Ich nutze das häufig, da gerade in Gruppen schnell sehr viele Kommentare zu einzelnen Beiträgen zusammenkommen.

Im Folgenden jetzt noch ein paar Details.

Wie oben bereits erwähnt, können für Gruppen eigene URLs und E-Mail-Adressen definiert werden. Die URLs haben den Sinn, eine Gruppe schneller aufrufen zu können, klar. Ganz genauso wie die „vanity URL“ eines Profils oder einer Seite wird hierbei statt der kryptischen Zahlenfolge ein selbst festlegbarer Name verwendet. Die E-Mailadresse einer Gruppe kann hierbei folgendermaßen verwendet werden: Schreibt ein Mitglied der betreffenden Gruppe (und zwar über die Adresse, mit der er/sie bei fb angemeldet ist!) eine E-Mail an die Gruppen-Adresse, landet diese in der Gruppe. Soweit die Theorie, hinbekommen habe ich das selbst noch nicht. Liegt vielleicht an meinem Mailanbieter.

fb_gruppe06

Ganz genauso wie die „vanity URL“ eines Profils oder einer Seite wird hierbei statt der kryptischen Zahlenfolge ein selbst festlegbarer Name verwendet. Somit kann die Adresse der Gruppe leicht weitergegeben werden.

„Fragen“ sind praktisch und können Terminabsprachen und dergleichen enorm vereinfachen. Es können beliebig viele passende Antworten ausgewählt werden, die Profilbilder der jeweiligen Personen erscheinen dann neben den Antworten (1). So sieht man schnell, wer was angeklickt hat.

Mitglieder der Gruppe dürfen im Beispiel eigene Antwortoptionen hinzufügen (2). Auch Feedback ist damit leichter einzuholen. Siehe Beispiel. Wie zu sehen, können Fragen mit „gefällt mir“ versehen oder kommentiert (3) werden.

Beim Erstellen einer Frage können Sie natürlich den Fragetext eingeben (1), daneben wie gesagt eigene Antwortvorschläge (2) und es schließlich den Gruppenmitgliedern erlauben (oder auch nicht), eigene Antworten hinzuzufügen (3). Letzteres wird z.B. häufig von Bands verwendet, die ihre Fans über deren Lieblingssongs abstimmen lassen.

Was ist sonst noch wichtig?
Gruppen in facebook sind sehr nützliche Werkzeuge, ermöglichen Sie es doch, abseits der Kommunikation über Profile oder Seiten, sich auch mit Personen zu vernetzen, mit denen man nicht befreundet ist. Inhalte können zwar aus Gruppen heraus geteilt werden, sind dann aber weiterhin nur den Nutzern sichtbar, die von vornherein eine Berechtigung dazu haben. Teile ich als Inhalte aus einer geheimen Gruppe, so ist dieser Inhalt auf meiner Timeline für Nicht-Mitglieder dieser Gruppe nicht sichtbar. Stattdessen steht dann dort „Anhang nicht verfügbar“. Bei „offenen“ Gruppen ist das Teilen von Inhalten aber problemlos möglich, da die Inhalte ja ohnehin öffentlich sichtbar sind. Gruppen eignen sich sehr gut, um sich streng abgegrenzt thematisch zu unterhalten, Termine und andere Inhalte in einer eingegrenzten Gruppe zu verbreiten. Wie eingangs erwähnt, sind Gruppen aber kein Ort, an dem in irgend einer Weise Vertrauliches besprochen werden sollte. Ebenso gehören personenbezogene Daten natürlich nicht in diese Gruppe, zumindest nicht ohne das ausdrückliche Einverständnis der Betroffenen. Aber das ist klar, oder?

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