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Social Media

Was bedeutet Social Media für mich?
Jeder hat sofort Bilder vor Augen, wenn der Begriff „Social Media“ fällt. Die einen denken instinktiv an facebook, die anderen sehen Tweets vor dem inneren Auge. Wieder andere sehen Menschen, die an ihr Smartphone gefesselt sind oder die überall gegenwärtigen Aufforderungen „Fan werden auf facebook!“, ohne die kein Werbeplaket mehr auszukommen scheint. Ich sehe Strukturen, Kommunikationskanäle, Wege, einander Dinge mitzuteilen, Medien auszutauschen.

Natürlich nutze ich facebook, Twitter, instagram, pinterest, tumblr und andere Plattformen auch, weil es Spaß macht, sich über diese Netzwerke auszutauschen, das eigene Netz-Ich zu pflegen und sich darzustellen. Dieses Blog ist ein Teil meines Netz-Ichs, genau wie die anderen Orte, an denen ich Informationen über mich und das, was ich tue bereitstelle.

#dozent at work. #lehrveranstaltung #socialmedia #medienkompetenz

Ein von Sascha Dinse (@crennas) gepostetes Foto am

Natürlich setze ich soziale Netzwerke auch dafür ein, über meine Arbeit zu berichten, meine Veröffentlichen, Veranstaltungen und andere Angebote zu kommunizieren. Die Möglichkeiten, Informationen auf diesem Wege beinahe ohne Zeitverzug weltweit verfügbar zu machen, sind konkurrenzlos. Ein hier veröffentlichter Artikel wird im Augenblick der Publikation direkt an facebook, Twitter und xing kommuniziert. Damit erreiche ich ein Vielfaches der Personen, die zufällig über SozialVernetzer.de stolpern würden.

Was bedeutet Social Media für soziale Einrichtungen?
Wo kommerziell orientierte Unternehmen primär die Gewinnmaximierung, das Kundenprofiling und die Imageverbesserung im Blick haben, wenn das Schlagwort „Social Media“ fällt, spielen für soziale Einrichtungen anderen Dimensionen eine Rolle. Hier geht es um Transparenz, Vertrauen, Datenschutz und die Möglichkeit, über die eigene Arbeit zu berichten. Es geht um Nachwuchsgewinnung und -förderung, um die Einwerbung von Spendengeldern, um langfristige und nachhaltige Kontakte. Die Ansprüche an die Kommunikation fallen anders aus, nicht die maximale Verteilung der eigenen Werbebotschaft hat Priorität, sondern das möglichst passgenaue Erreichen der Zielgruppe(n), die zeitlich und damit auch ressourcentechnisch effiziente Kommunikation steht im Vordergrund.

Anders als große Unternehmen, die sechsstellige Budgets für Kommunkation bereitstellen können, sind in sozialen Einrichtungen oft Ehrenamtler und Teilzeitkräfte mit der Aufgabe betraut, die Kommunikationsarbeit zu erledigen. Hier sind Lösungen nötig, die eine hohe Reichweite, exakte Zielausrichtung und möglichst niedrige personelle Anforderungen mit sich bringen. Meine Erfahrung im sozialen Bereich, als Berater und Konzepter für Wohlfahrtsverbände, Vereine und Beratungsstellen hat mich eines gelehrt: Die ausgeklügelste und vermeintlich großartigste Kommunikationslösung ist letztlich immer davon abhängig, ob sie akzeptiert, verstanden und richtig genutzt wird. Es ist also sinnlos, Ihre Website mit jedem Social Network auf der Welt zu vernetzen, wenn Ihnen gar nicht klar ist, was das für die redaktionelle Arbeit, das Ansprachkonzept und die Zielgruppenkommunikation bedeutet.

Klein anfangen
Einer der größten Fehler, den man zu Beginn des eigenen Social Media-Einstiegs machen kann, ist es, gleich alles auf einmal zu wollen. Natürlich schwebt einem vor, dass verschiedene Plattformen miteinander verzahnt werden, um den eigenen Inhalten maximale Reichweite zu verschaffen, doch es ist in den allermeisten Fällen sinnvoller, erst mal klein anzufangen.

Fragen Sie sich zu allererst das Wichtigste: Was möchte meine Einrichtung mit ihrem Einstieg ins soziale Netz erreichen? Erst wenn Sie eine klare Antwort auf diese Frage geben können, sollte die Konzeptionsphase beginnen. Nur zu facebook zu gehen, weil alle anderen das ja auch tun, reicht nicht. Solche Schnellschüsse enden oft nach drei Monaten mit Frustration, weil es kein tragfähiges Konzept gibt. Je konkreter die Zielstellung ist (z.B.: „Wir möchten binnen eines Jahres fünfzig Ehrenamtler für Projekte gewinnen“ oder „Wir möchten unsere BFD/FSJ-Stellen bundesweit zu 90% besetzen“ oder „Wir möchten 10.000 € an Spenden im Jahr zusätzlich einwerben“), desto genauer lässt sich ein zielführendes Konzept entwickeln.

Geeignete Kanäle auswählen
Definieren Sie Ihre Zielgruppen! Wen möchten Sie erreichen? Gibt es eine oder mehrere Zielgruppen? Sind diese in etwa gleich groß oder unterschiedlich? Bewegen sich die Zielgruppen an unterschiedlichen Stellen im Netz? Kennen Sie diese Stellen? All diese Fragen sind elementar wichtig, bevor ein Social Media Projekt starten kann. Sie müssen wissen, wen Sie erreichen wollen, wo Sie diejenigen erreichen und welche Inhalte sich für die Zielgruppen eignen.

Facebook kann das richtige Medium für Sie sein, muss es aber nicht. Denn vielleicht gibt es andere Anwendungen, die für Ihre Einrichtung besser geeignet wären? Vielleicht empfiehlt sich eine Kombination verschiedener Plattformen? Facebook für Berichte zu Ihrer Arbeit, direkte Kommunikation zu Besuchern der Seite, Twitter für das schnelle Verteilen von Pressemitteilungen, interessanten Links etc.? Google Plus, um stärker regionale Veranstaltungen und Standorte in den Fokus zu stellen? Pinterest, weil Sie viel mit Fotos arbeiten? Personalakquise kann effektiv über Netzwerke wie xing betrieben werden. Eignet sich ein Blog für die Ansprache der Zielgruppe? Sollen Inhalte von externen Quellen z.B. via RSS-Feed auf Ihrer facebook-Seite eingebunden werden? Blogger, die sich mit demselben Thema wie Sie auseinandersetzen, könnten dazu motiviert werden, ihre Inhalte mit Ihnen zu teilen. Trotz aller technischen Möglichkeiten kommt es letztlich immer noch auf die Qualität der Inhalte an, wenn es darum geht, nachhaltige Kontakte und nutzbringende Kommunikation zu etablieren.

Abhängig vom Ziel Ihrer Kommunikation, den Zielgruppen, den Arten der Inhalte und nicht zuletzt von den zur Verfügung stehenden Ressourcen, gibt es keine generische, immer passende Social Media-Strategie. Vielmehr muss man sich eingehend inhaltlich damit auseinandersetzen, welche Kombination für eine Einrichtung optimal ist. Twitter zum Beispiel ist sinnlos, wenn Ihre Beiträge dort vor der Veröffentlichung erst von drei Gremien abgesegnet werden müssen und zwei Wochen ins Land gehen, bevor Sie Ihren Tweet absenden dürfen. Facebook verschlingt viel Zeit, wenn man es als Hauptkommunikationskanal zur Zielgruppe einsetzen möchte, ein Blog braucht gute Redakteure, damit es gelesen wird und so weiter…

Für die Entwicklung Ihrer Social Media-Strategie stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Nehmen Sie Kontakt auf!