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Ohne Netz und doppelten Boden

oder: Wie es sich anfühlt, drei Wochen quasi „offline“ zu sein.

Sascha Dinse, Sozialvernetzer und freiberuflicher Dozent für Medienkompetenz„Always on“, das ist das aktuelle Lebensgefühl vieler Menschen und überall und zu jeder Zeit Zugang zum Internet zu haben. Wie sehr auch ich vom Internet „abhängig“ bin, sowohl für berufliche als auch private Zwecke, habe ich unlängst gemerkt, als ich mal für drei Wochen kein Breitband-Internet zur Verfügung hatte.

Ich bin nämlich gerade umgezogen, neue Wohnung, altes Viertel (Friedrichshain, yeah!) und wie es immer so ist, hat die Traumkombi Vodafone+Telekom (ja, das war Ironie) es natürlich nicht so schnell wie gewünscht geschafft, mich wieder ans Netz zu bringen. Dass Vodafone überdies auch keine Ahnung hat, dass ihre ausgegebene Hardware zum Teil mit aktuellen Betriebssystemen nicht funktioniert, erwähne ich hier nur der Vollständigkeit halber. Stichwort: Surfstick und Yosemite 10.10.2 = nix geht.

Für mich bedeutet „online sein“ oder „Netz haben“ schlicht „arbeiten können“ und „Medien konsumieren können“. Daneben erledige ich meine Bankgeschäfte online, kaufe online ein und, und, und … kurzum: ohne Netz bin nicht nur offline, sondern isoliert. Netz zu haben ist für mich so wichtig wie warmes Wasser und Strom. Naja, fast. Ich höre Musik über Spotify, schaue die Tagesschau online, entspanne mich bei „Doctor Who“ auf Netflix und blogge, recherchiere, akquiriere natürlich fast ausschließlich online. Als Dozent für digitale Medienkompetenz liegt das nahe, nehme ich an.

Vielleicht war die vorübergehende Internetabstinenz aber auch gar nicht so übel, immerhin hatte ich so kaum Ablenkung beim Möbelaufbauen (Bildbeweis unten).

choose your weapon! #möbel #ikea #NeueWohnung #berlin

Ein von Sascha Dinse (@crennas) gepostetes Foto am

Vernünftig Arbeiten, Bloggen oder Netflix schauen war indes nur eingeschränkt (nämlich Cafès mit w-LAN) oder gar nicht möglich. Am interessantesten fand ich das Gefühl, in einer Wohnung zu leben, die kein Internet hat. Es fühlt sich komisch an, als würde etwas fehlen. Klar, neue Wohnung, da fehlt tatsächlich noch das eine oder andere, aber ohne am Netz zu sein und ein eigenes w-LAN mit vernünftiger Bandbreite ist das irgendwie nicht dasselbe … Arbeiten an sich ging natürlich, aber zu Hause mehrere Wochen eben nur offline. Ist ja nicht so, dass ich nichts zu tun gehabt hätte …  

noch ein wenig provisorisch, aber das wird schon noch. #NeueWohnung

Ein von Sascha Dinse (@crennas) gepostetes Foto am


Aber am 12.03.2015 war es dann soweit, Techniker kam und alles ging glatt. Hurra! Ich war wieder online. Was habe ich als erstes gemacht? Netflix angeworfen, „Doctor Who“ geschaut. Als Bandbreitentest, versteht sich. Ein schönes Gefühl. Endlich wieder Netz.

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