Social Plugins – kleine Helfer mit großer Wirkung

Kaum eine Website kommt mehr ohne sie aus und auch auf dem SozialVernetzer finden Sie einige davon. Die Rede ist von sogenannten „Social Plugins“, kleinen Helferlein, die Ihrer Seite bei der effektiven Verteilung der Inhalte enorm helfen können.

Was sind Social Plugins?
Unter diesem Begriff wird eine Gruppe von Funktionen verstanden, die sich in beinahe jede Website einbauen lässt („plug in“ = grob übersetzt: „einbauen“). Innerhalb einer Website ermöglichen es Social Plugins wie facebooks „gefällt mir“ Button oder ein „Tweet“-Button von Twitter, die Seite, auf der man sich befindet in diese Netzwerke zu teilen. Jedes halbwegs relevante Netzwerk bietet derartige Plugins an (u.a. xing, linkedin, pinterest, tumblr…), die sich meist mit nur sehr geringem Aufwand in die eigene Website integrieren lassen.

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Beispielbuttons für Social Plugins, hier von Addthis.com

Neben den „Teilen“-Funktionen der verschiedenen Netzwerke gibt es speziell bei facebook noch eine Reihe anderer, die ich in einem anderen Artikel genauer vorstellen werden. Das würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen.

Warum ist es sinnvoll, Social Plugins einzusetzen?
Auf die eigenen Inhalte aufmerksam zu machen, ist nicht nur für Anbieter von Dienstleistungen wie mich relevant, sondern in immer stärkerem Maße auch für soziale Einrichtungen. Durch die massive Konkurrenz im Netz, sei es im Bereich der Beratung, des Expertenwissens oder der Selbsthilfe, müssen Einrichtungen mehr und mehr Wert darauf legen, ihre Inhalte zu kommunizieren. Natürlich könnten Sie mehr Zeit und Geld in die Pressearbeit stecken oder eigene Stellen schaffen, die Ihre Artikel und News in Soziale Netzwerke verbreiten.

Oder: Sie lassen die Besucher_innen Ihrer Seite einen Teil davon übernehmen, indem Sie Ihnen einfach zu nutzende Funktionen zur Verfügung stellen, um die Inhalte Ihrer Seite zu verteilen.

Noch nicht überzeugt? Dann lesen Sie weiter.
Einmal in Ihre Seite integriert, müssen Sie sich um die Social Plugins nicht mehr kümmern. Es ist auch nicht Voraussetzung, dass Sie selbst oder Ihre Einrichtung in irgend einem Social Network selbst aktiv sind. Die Besucher_innen Ihrer Seite entscheiden völlig selbstständig, ob und in welche ihrer Sozialen Netzwerke sie die Inhalte Ihrer Website teilen möchten.

Es fällt ein einmaliger Aufwand an, danach funktionieren Social Plugins wartungsfrei und ohne weitere Kosten. Die Nutzung aller Social Plugins der aktuellen Netzwerke ist kostenfrei. Das ist nicht überraschend, denn die Netzwerke haben großes Interesse daran, dass ihre Funktionen genutzt werden.

Wie funktionieren Social Plugins?
Im Prinzip sind diese Plugins Abkürzungen. Sie ermöglichen es, statt durch das Kopieren der Websiteadresse und durch manuelles Einfügen dieser in z.B. facebook, direkt und mit nur wenigen Klicks einen Inhalt weiter zu empfehlen. Lese ich also gerade ein spannendes Blog, kann ich einzelne Artikel darauf zu Twitter, facebook oder sonstwohin weiterempfehlen, ohne das Blog verlassen zu müssen. Einfach mittels weniger Mausklicks.

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Teilen von Inhalten mittels Social Plugins

Nach dem Anklicken einer „Teilen“-Funktion geschehen unterschiedliche Dinge, je nachdem, ob Sie bereits in einem Sozialen Netzwerk eingeloggt sind oder nicht. Sind Sie im verwendeten Browser bereits z.B. in facebook eingeloggt, so führt ein Klick auf einen „gefällt mir“ oder „empfehlen“-Button dazu, dass auf Ihrem Profil bei facebook eine Meldung erscheint, dass Ihnen die geklickte Seite gefällt. Alle Freunde bzw. alle facebook-Nutzer, die Ihre Informationen sehen dürfen, werden also darüber informiert, dass Ihnen ein bestimmter Inhalt gefällt.

Sind Sie nicht eingeloggt, wenn Sie auf ein Social Plugin klicken, erscheint meist der Login-Bildschirm des jeweiligen Dienstes. Sie müssen sich in diesem Fall erst mal in dem entsprechenden Social Network anmelden, um einen Inhalt teilen zu können. Einleuchtend, denn sonst weiß das Netzwerk ja, nicht, mit welchem Nutzer es gerade zu tun hat.

Social Plugins sind unglaublich nützlich, wenn es darum geht, eigene Inhalte viral im Netz verteilen zu wollen. Wenn ich einen guten Artikel finde, kann ich diesen mittels weniger Klicks an hunderte, wenn nicht tausende andere Nutzer weiter empfehlen. Das machen Sie mir mal mit E-Mails oder auf anderem Wege nach.

Was muss beim Einsatz von Social Plugins beachtet werden?
Auch beim Einbau von Social Plugins müssen rechtliche Dinge beachtet werden. Die normalen, von facebook, Twitter & Co. bereist gestellten Funktionen vertragen sich nicht mit dem deutschen Datenschutz. Hintergrund ist, dass z.B. der „gefällt mir“-Button von facebook Daten über Besucher der Seite sammelt. Sind Sie bei facebook eingeloggt, wenn Sie die Seite aufrufen, so erfasst der Button diese Information. Selbst wenn Sie nicht eingeloggt sind, werden Daten erfasst. Leider ist es vonseiten facebooks immer noch nicht abschließend geklärt, was mit diesen Daten geschieht.

Daher hat sich eine 2-Klick-Lösung durchgesetzt, die ich auch hier beim SozialVernetzer einsetze. Schauen Sie mal am Fuß dieses Artikels. Dort befinden sich mehrere (noch) inaktive „Teilen“-Buttons. Erst wenn Sie absichtlich auf einen der Buttons klicken, wird dieser quasi „entsichert“ und kann Daten erfassen. Wenn Sie das nicht wünschen, klicken Sie nicht auf die Buttons, dann geschieht auch nichts.

2klickgesichert

2-Klick-Buttons im gesicherten Zustand. Teilen ist noch nicht möglich, es werden keine Daten erfasst.

2klickentsichert

2-Klick-Buttons in entsichertem Zustand (facebook-Button). Teilen ist jetzt möglich, Daten werden ggf. erfasst

Generell gilt: Wenn Sie Social Plugins verwenden, sollten Sie das in Ihrer Datenschutzerklärung erwähnen. Ich habe eine entsprechende Passage im meinem Impressum hinzugefügt. Dort steht, welche Funktionen eingesetzt werden, und dass diese auf Wunsch auch Daten übertragen.

Wie kommen Social Plugins auf die eigene Website?
Je nach eingesetzter CMS-Lösung, also der Plattform, mit der Ihre Website erstellt wurde, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, Social Plugins einzubinden. Bei einer Lösung wie WordPress, die beim SozialVernetzer zum Einsatz kommt, empfehlen sich eine Reihe von Plugins wie das ebenfalls von mir verwendete „2-Click-Social-Media-Buttons„-Plugin. Für ziemlich jede CMS-Lösung lässt sich auch Addthis verwenden.

Die meisten Dienste erlauben es, die Codes für „Teilen“-Buttons direkt selbst zu generieren. Facebook bietet eine ganze Reihe solcher und ähnlicher Funktionen zum Zusammenbauen. Ein Mindestmaß an Kenntnissen zu HTML ist jedoch erforderlich, um diese Funktionen nutzen zu können. Einfacher ist es in einem solchen Fall, sich nach einem kostenlosen Plugin umzusehen, oder einem befreundeten Webentwickler einen Apfel und ein Ei in die Hand zu drücken und sich die Plugins einbauen zu lassen. Der Aufwand fällt dabei gering aus, jemand, der sich damit auskennt, sollte nicht länger als eine halbe Stunde dafür benötigen.

Vorsicht ist geboten – Empfehlung: Nutzen Sie mehrere Browser
Neben den Datenschutzproblemen, die beim Einsatz von Social Plugins entstehen können (daher: 2-Klick-Buttons, Sie erinnern sich?) können diese Funktionen auch einige unschöne Folgen haben. Das einfache Teilen und Weitersagen funktioniert natürlich auch mit Inhalten, die der eigenen Reputation abträglich sein könnten. Beispiel: Sie surfen mit Ihrem Browser, mit dem Sie parallel bei facebook und Twitter eingeloggt sind, nichts Böses ahnend durchs Netz und stoßen auf eine Seite mit … sagen wir, kontroversem Inhalt. Ich überlasse es an dieser Stelle Ihrer Fantasie, sich diese Inhalte auszumalen. Es wäre vielleicht ungünstig, wenn Sie auf einer solchen Seite aus Versehen auf „gefällt mir“ klicken. Wie oben beschrieben, würde all Ihre Kontakte bei facebook über Ihr Surfen im Netz informiert. Wie Sie auch gelesen haben, erfassen Social Plugins unter Umständen auch Daten von Ihnen, selbst wenn Sie gar nicht darauf klicken.

Es empfiehlt sich daher, die parallele Nutzung von mindestens zwei Browsern ins Auge zu fassen. Einer für Ihre Social Network-Aktivitäten, E-Mails und all das. In diesem Browser können Sie immer in facebook, Twitter & Co. eingeloggt bleiben. Sie sollten aber einen anderen Browser verwenden für das Rumschnüffeln im Netz, ggf. auch an Orten, wo keine Sonne scheint, wenn ich das mal so ausdrücken darf. Der Zweitbrowser sollte dabei keinerlei Chronik anlegen, keine Cookies etc. speichern und am besten im Inkognito-Modus laufen. Die meisten Browser bieten spezielle Modi für „privates Surfen“, in denen kein Verlauf und keine offline-Dateien gespeichert werden.

Ich berate gern zur Auswahl passender Module und Plugins sowie zur Wahl der „richtigen“ Netzwerke für Ihre Zielgruppenansprache. Schreiben Sie mir einfach bei Fragen.

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  1. Pingback: Protokoll vom 31.03.2014 | Dokumentation Lehrveranstaltung Medienkompetenz

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