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“Tweet’s Anatomy” (Episode 2: Der Aufbau eines Tweets)

Hinweis: In diesem Artikel gibt es einige eingebettete Tweets. Dies sind „live“, d.h. Interaktion mit diesen Tweets ist möglich. Ich sag’s nur, damit hinterher keine Klagen kommen, wenn Sie mir aus Versehen folgen.


140 Zeichen
Ein „Tweet“, also ein einzelner Beitrag auf Twitter, hat im Grunde eine äußerst simple Struktur: Er enthält Text, der maximal 140 Zeichen lang sein darf. Das war es eigentlich schon. Fast.

Beispiel für einen ganz einfach gehalteten Tweet, der außer Buchstaben und regulären Zeichen nichts verwendet (okay, ein Link hat sich eingeschlichen …):

Ein Königreich für ein … Hashtag
Twitter wäre heute höchstwahrscheinlich nicht dort, wo es ist, wäre das wirklich schon alles gewesen. Das Netzwerk bietet eine Reihe von Funktionen, um sich direkt zu bestimmten Themen zu äußern, andere Nutzer zu adressieren und getweetete Inhalte weiter zu verteilen. Darf ich vorstellen: das „Hashtag“. Hashtags sind Wörter, denen ein Rautenzeichen voran gestellt wird. Twitter interpretiert diese Kombination als klickbaren Link. Klickt man auf ein solches Hashtag, gibt Twitter (in Echtzeit!) eine Liste von Treffern aus, in denen ebenfalls dieses spezielle Hashtag verwendet wird.

Mutprobe: Klicken Sie im Tweet mal auf #nowplaying. Keine Angst, da passiert nichts Schlimmes. Sie gelangen zu Twitter und sehen dort, wer gerade das Hashtag verwendet.

Klickt man auf Twitter auf ein Hashtag, erscheint eine Liste aller Tweets, die dieses Hashtag ebenfalls verwenden. Die Piratenpartei nutzt diese Kommunikationsmethode, um auf Parteitagen gezielt über Twitter zu bestimmten Themen zu diskutieren. Möchte man mitreden, verwendet man das entsprechende Hashtag und taucht in der Ergebnisliste auf. Will man sich hingegen z.B. an der Diskussion zur Serie „The Walking Dead“ beteiligen, nutzt man #thewalkingdead, was auch während der Serienfolgen eingeblendet wird. Beispiel: #nowplaying (wird benutzt, um anderen mitzuteilen, welche Musik man gerade hört)

klick_hashtag_ergebnis

Ergebnis des Klicks auf das Hashtag #nowplaying

Einbetten von Medieninhalten 
Es ist ebenso möglich, an Tweets Inhalte anzuhängen. Im Beispiel hier habe ich auf der SozialVernetzer-facebook-Seite ein youtube-Video gepostet. Von der facebook-Seite wird alles zu Twitter geschickt. Dabei wird ein verkürzter Link verwendet (dieser „fb.me….“), der auf den Eintrag auf meiner facebook-Seite zeigt. Das Video lässt sich nun direkt in Twitter anschauen. Gleiches funktioniert natürlich auch mit Bildern und wie drunter zu sehen, auch mit Inhalten von bspw. SoundCloud. Direkt über die Twitter-Oberfläche können Sie ebenfalls Bilder hochladen, während Sie einen Tweet verfassen. Tools wie Tweetdeck erlauben das direkte Anhängen von Bildern mittels Diensten wie twitpic.

Einbetten von Inhalten anderer Online-Dienste
Twitter eignet sich hervorragend, Videos, Musik und viele weitere Inhalte von anderen Plattformen zu transportieren.

Erwähnungen anderer Twitterer
Eine sehr wichtige Funktion, die besonders für die Vernetzung relevant ist, ist das Erwähnen („mention“) anderer Twitterer. Um das zu tun, wird einfach ein @-Zeichen vor den Namen des Twitter-Accounts geschrieben, den Sie erwähnen möchten. Der jeweilige User wird darüber informiert, dass Sie ihn erwähnt haben.

Klicken Sie mal auf @sozialvernetzer und danach auf @crennas. Sie werden in beiden Fällen zu den Twitter-Accounts geleitet. Sinn des Erwähnens ist es, sich gegenseitig ins Gespräch zu bringen, sich für einen Tipp zu bedanken oder sich einfach in eine Diskussion einzumischen. Klingt dreist, ist aber eine sehr effiziente Methode. Das Erwähnen ist äußerst nützlich, um sein Netzwerk zu erweitern, denn so kommen andere Twitterer mit ihrem Profil in Kontakt.

 

Antworten auf Tweets
Sie können auf jeden Tweet „antworten“, was nicht mit einer privaten Nachricht oder einem „Retweet“ zu verwechseln ist. Das Antworten übernimmt automatisch alle im beantworteten Tweet enthaltenen Erwähnungen (außer den eigenen Namen), so dass man alle im Ursprungstweet erwähnten Personen noch mal erwähnt. Eine großartige Funktion, um sich in eine laufende Kommunikation einzuklinken.

Beispiel: Ich habe als @Crennas den Tweet von @sozialvernetzer beantwortet. Daher steht @sozialvernetzer in der Antwort, aber nicht @Crennas. Klar, oder?

tweet_antwort_schreiben

Antworten auf einen Tweet, Beispiel.


Retweeten von Inhalten
Gut, wir haben über das Verwenden von verlinkten Schlagworten (#hashtags) gesprochen, über das Anhängen von Medieninhalten und über das Erwähnen anderer Nutzer. Schließlich gibt es noch das sogenannte „Retweeten“. Darunter wird das Aufnehmen und Weitergeben eines Tweets verstanden. Wenn Sie also bei Twitter eingeloggt sind und einen meiner Tweets „retweeten“, dann veröffentlichen Sie den Tweet für Ihre Follower erneut. Sie nehmen also meinen Inhalt und verteilen ihn in Ihr Netzwerk. Nichts anderes macht auch „Teilen“ in facebook.

retweet_senden

Retweeten eines Tweets auf Twitter, Weiterverteilung an die eigenen Follower.

Retweets sind enorm effektiv, wenn Sie die Reichweite von Nachrichten erhöhen wollen. Stellen Sie sich vor, Sie haben 100 Follower auf Twitter. Jeder von den hat wieder um 100 Follower. Retweetet jeder Ihrer Follower Ihren Tweet, dann werden also (wenn man im Beispiel mal annimmt, dass sich die Followermengen nicht überschneiden) 10000 Personen erreicht. In der Praxis gibt es natürlich weitreichende Überschneidungen, was die Follower angeht. Effektiv würden Sie im Beispiel aber immer noch bei ein paar tausend Personen landen, die Ihren Inhalt lesen.

So sieht das aus, wenn Sie den von mir ge-retweeteten Tweet sehen:

retweeted

Von mir ge-retweeter Tweet mit Erwähnung meines Namens


Damit man im Dschungel Twitters vor lauter Tweets, Retweets, Mentions und Followern nicht völlig den Überblick verliert, gibt es eine Reihe von Tool, die die Arbeit mit Twitter wesentlich erleichtern. Lesen Sie hier bald mehr dazu in der dritten Episode.

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